b und d verwechseln: wann man sich sorgen sollte und wie man hilft
b und d zu verwechseln gehört normal zum Schreibenlernen dazu, und die meisten Kinder wachsen bis etwa zur dritten Klasse darüber hinaus, ungefähr mit 7 oder 8 Jahren. Die beiden Buchstaben sind Spiegelbilder, deshalb sind sich Schreibanfänger unsicher, auf welche Seite der Bauch zeigt. Einfache Merktricks und Nachspuren helfen. Verwechslungen, die nach der dritten Klasse bleiben, sollte man mit der Lehrkraft genauer anschauen.
Wenn Ihr Kind "dad" immer wieder als "bab" schreibt, atmen Sie erst einmal durch. Das ist eines der häufigsten Dinge bei Schreibanfängern, und für sich genommen kein Zeichen für ein Problem. Laut Understood, einer gemeinnützigen Organisation für Lernunterschiede, schreiben die meisten Kinder bis zur dritten Klasse die Buchstaben richtig herum. Für ein 5- oder 6-jähriges Kind ist die Verwechslung von b und d also völlig im Rahmen.
Warum verwechseln Kinder b und d?
Weil b und d Spiegelbilder voneinander sind. Sie bestehen aus denselben zwei Teilen, einer geraden Linie und einem runden Bauch, und nur die Richtung ändert sich. Fast das ganze frühe Leben eines Kindes lang bleibt ein Ding dasselbe Ding, egal in welche Richtung es zeigt. Eine Tasse ist eine Tasse, ob nach links oder rechts gedreht. Buchstaben brechen diese Regel, und das Gehirn braucht Zeit, um zu lernen, dass die Richtung jetzt die Bedeutung verändert.
Wann sind b- und d-Verwechslungen normal und wann sollte ich mir Sorgen machen?
Verwechslungen sind im Kindergarten und in der ersten Klasse normal und verschwinden meist gegen Ende der zweiten oder im Lauf der dritten Klasse, mit etwa 7 oder 8 Jahren. Das ist der wichtige Anhaltspunkt. Wenn ein Kind am Ende der dritten Klasse b und d noch oft vertauscht, lohnt sich ein Gespräch mit der Lehrkraft. Anhaltende Verwechslungen können auf zusätzlichen Förderbedarf hinweisen, auch wenn sie für sich allein nichts diagnostizieren.
- 4 bis 6 Jahre: Verwechslungen sind zu erwarten. Halten Sie das Üben leicht und positiv.
- 7 bis 8 Jahre (etwa zweite bis dritte Klasse): Die meisten Kinder hören auf zu verwechseln. Die Verwechslungen werden weniger.
- Nach der dritten Klasse: Häufige Verwechslungen sollte man bei der Lehrkraft ansprechen.
Wie helfe ich meinem Kind, b und d nicht mehr zu vertauschen?
Geben Sie dem Gehirn ein festes Bild zum Abgleichen. Der Trick, den die meisten Lehrkräfte nutzen, ist das englische Wort "bed" (Bett) mit den Händen. Beide Fäuste, Daumen nach oben, Knöchel zu Ihnen: Die linke Hand bildet ein b, die rechte ein d, und zusammen ergeben sie "bed" mit einer kleinen Bettform in der Mitte. Wenn das Kind unsicher ist, formt es das Bett und prüft nach.
- Bringen Sie den Hände-Trick mit dem Wort "bed" bei, und lassen Sie Ihr Kind ihn immer nutzen, wenn es unsicher ist.
- Achten Sie auf den Startpunkt. Das b beginnt mit der Linie, dann der Bauch. Stimmt die Reihenfolge, stimmt auch die Richtung.
- Üben Sie einen Buchstaben nach dem anderen, nicht beide zusammen, damit sie sich nicht in die Quere kommen.
- Spuren Sie den richtigen Buchstaben langsam nach. Nachspuren prägt die richtige Bewegung besser ein als das Wegradieren von Fehlern.
Nachspuren ist hier der stille Held. Wenn ein Kind ein richtiges b oder d immer wieder nachspurt, lernt die Hand Form und Richtung ganz ohne Kampf. Erstellen Sie ein Arbeitsblatt mit Wörtern, die Ihr Kind kennt, im kostenlosen Namens-Nachspur-Generator, oder drucken Sie die druckbaren Schreibübungsblätter aus und kreisen Sie die b- und d-Zeilen zum Üben ein.
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